Projekt Öko - Dreimal anziehen, weg damit


Was ist der wirkliche Preis für T-Shirts, Jeans und Co?



Dreimal anziehen, weg damit - www.westendverlag.de




Volle Kleiderschränke und nichts anzuziehen?

Die grossen Ketten und Konzerne bieten immer mehr Kleidung an. Monatlich wechseln die Kollektionen und nur noch in riesigen Rabattschlachten lassen sie sich verkaufen. Oft nur eine Saison halt- und tragbar, werden T-Shirts, Röcke und Hosen, in armen Ländern von Arbeiterinnen zu miserablen Bedingungen hergestellt.

Zugleich wandern Millionen Tonnen Altbekleidung, vom reichen Norden zurück in den Süden.

Über eine Milliarde, noch tragbarer Kleidungsstücke werfen die Deutschen Jahr für Jahr aus ihren Schränken, um Platz für neue zu schaffen.

Heute, wird schon der Müll von morgen verkauft!

Jeder Konsument zahlt für Markenkleidung eigentlich zu viel. Denn das Image einer Marke, das für den Verkaufserfolg so wichtig erscheint, kostet den Kunden fast die Hälfte des Kaufpreises.  (aufgelistet in der Kalkulation als Marketing)

Der Markt für Bekleidung, wie auch für alle anderen Güter des täglichen Bedarfes, ist gesättigt. Trotzdem versuchen die Markenfirmen, Boutiquen, Handelsketten, Kaufhäuser und Onlineshops, verzweifelt ihre Anteile auf dem Markt zu halten.

Da kann sich auch der Fachhändler nicht entziehen, ausser er ist in einer Nische tätig.

Immer mehr Ketten verankern sich in den Städten

Nachdem die Fussgängerzonen von den stets gleichen Filialisten uniformiert wurden, droht gerade jetzt, in kleineren und mittleren Städten, ohne Tausende kaufkräftiger Passanten pro Stunde, der Leerstand.

Bereits im Jahre 2011 habe ich darauf hingewiesen: http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadtstgallen/tb-st/Mit-Nischen-gegen-Ketten;art186,2125188

Im weiteren leiden die Einzelhändler unter den immer noch sehr hohen Mieten in den Innenstädten und dem schrumpfenden Gewinn durch die ständigen Rabattschlachten.

Rabatte, Dauerbilligpreise bei Discountern und die ständige Vergleichbarkeit von Preisen im Internet lassen nicht nur Kleinstädte veröden, sondern setzen die Mode und alle anderen Güter des täglichen Bedarfes, noch mehr unter Preisdruck.

Die grösste Bedrohung für den Fachhändler ist allerdings nach wie vor das Internet, in das die Kunden ihre Einkäufe verlagern.

Das dringendste Thema heute wäre:

Weg von der Verschwendung, hin zum Dauerhaften und Reparierbaren. Weg von der Masse, hin zum Ökologischen und der Kleinserien-Produktion oder Manufakturarbeit. Mehr Regionalität, wo machbar - Interessante Projekte hätte ich schon in der "Schublade"...


Meine Empfehlung:

Wieder ein lesenswertes Buch aus dem Westend Verlag, gut geschrieben von Heike Holdinghausen. Mit klaren Hintergründen und Fakten über die globale Textilindustrie. Es zeigt dem Konsumenten, was er anders machen könnte oder sollte, um dem Geiz ist geil- Trend - T-Shirt für 3 €, inklusive Kinderarbeit, entgegenzuwirken.




Viel Spass beim Lesen wünscht Ihnen

Hugo Bühlmann, www.beratung-kmu.ch




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